Der heutige Tag war geprägt von schauerigem Wetter. Bei diesem Wetter ist es meist etwas unheimlich. Zeit unsere Reise auch etwas mit schauerigen Geschichten aufzupeppen.
Die erste Geschichte dreht sich um den Strand von Ouddorp:
Während des Zweiten Weltkriegs stürzte ein amerikanischer Bomber, der an einem Luftangriff auf Deutschland beteiligt war, in der Nordsee ab, nachdem er von deutscher Flak getroffen worden war. Die meisten der Besatzungsmitglieder gingen in den kalten Wassern der Nordsee verloren, aber drei von ihnen sollten eine besonders schaurige Geschichte hinterlassen.
Wochen nach dem Absturz trieben die Leichen der drei Soldaten an den Strand von Ouddorp. Was die Einheimischen jedoch beunruhigte, war die Art und Weise, wie sie gefunden wurden: Die Körper waren in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung, doch einige Dorfbewohner berichteten von seltsamen, leuchtenden Lichtern, die in der Nähe der Fundstelle der Leichen in den Nächten zuvor gesichtet wurden. Manche glaubten, es handelte sich um die Seelen der Toten, die nach Hause zurückkehren wollten.
Einige Fischer schworen sogar, dass sie in stürmischen Nächten Schreie und Rufe aus dem Wasser hörten – als ob die Geister der Besatzung immer noch um Hilfe riefen. Noch heute gibt es Berichte über seltsame Lichter, die über dem Wasser nahe Ouddorp erscheinen, und manche glauben, dass es die ruhelosen Seelen der toten Soldaten sind, die in der Dunkelheit auf der Suche nach Frieden umherirren.
Seht ihr die Lichter auf den Bildern?
Nach dem wir nochmal die Nordsee in vollen Zügen genossen haben, fuhren wir los in Richtung Bergen op Zoom.
Was könnte es mit dieser Stadt auf sich haben?
Bergen op Zoom, eine alte Stadt in den Niederlanden, hat eine düstere und gruselige Geschichte, die tief in die mittelalterliche Vergangenheit zurückreicht. Eine der bekanntesten Legenden der Stadt dreht sich um das Het Spookhuis.
Im 16. Jahrhundert lebte in diesem Haus eine Familie, die jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Die Einwohner der Stadt erzählten sich, dass das Haus verflucht sei und von den Geistern der verstorbenen Familie heimgesucht werde.
Eine lokale Legende besagt, dass der Familienvater einen Pakt mit dunklen Mächten eingegangen war, um Reichtum zu erlangen. Als Teil des Paktes musste er jedoch seine Familie opfern, und seitdem soll die Familie im Haus spuken. Über die Jahre hinweg mieden die Bewohner Bergen op Zooms das Haus, und selbst als es verlassen und verfallen war, traute sich kaum jemand, auch nur in die Nähe zu kommen.
Von Bergen op Zoom fuhren wir weiter in Richtung Belgien vorbei an Brüssel bis nach Waterloo.
Um Waterloo gibt es viele Geschichten aber eine ist besonders Erwähnenswert:
Nach der berüchtigten Schlacht von Waterloo im Jahr 1815, bei der Tausende von Soldaten auf den Feldern starben, blieben die Leichen der Gefallenen nicht lange in der Erde begraben. Im 19. Jahrhundert, fand ein schauriges und makabres Geschäft statt: Die Knochen der Toten wurden aus ihren Gräbern exhumiert und genutzt, um die industrielle Produktion anzukurbeln.
Eine der am meisten verstörenden Anwendungen dieser Knochen war ihre Verwendung in der Zuckerindustrie. In der Region rund um Waterloo wurden riesige Mengen von Zuckerrüben angebaut, und die Gebeine der Toten wurden ausgegraben, zerkleinert und als Filtermaterial bei der Raffinierung von Zucker verwendet. Knochen enthalten Phosphate, die damals als eine Art natürlicher Filter dienten, um Unreinheiten aus dem Zucker zu entfernen.
Unsere End-Destination für heute ist das französische Rodemack.
Im Mittelalter, zur Zeit der Pest, wurde Rodemack wie viele andere Dörfer in Europa stark von der Schwarzen Pest heimgesucht. Eine besonders gruselige Begebenheit in Rodemack war, dass während der Pest Epidemie viele Dorfbewohner lebendig begraben wurden. Da man in der Hektik und Angst oft nicht sicher feststellen konnte, ob jemand tatsächlich tot war, wurden Erkrankte in Massengräbern beigesetzt. Später, als einige Gräber geöffnet wurden, fand man Kratzspuren an den Innenseiten der Särge – ein schauriges Zeichen, dass manche Opfer der Pest noch lebten, als sie begraben wurden.

Wir hoffen ihr hattet beim lesen soviel Spass wie wir beim recherchieren...
Gute Nacht!
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