Heute morgen wurden wir von starkem Wind und Regen geweckt. Von Norden her zog die halbe Nacht ein Sturm über das Land. Zum Glück waren wir in unserem Womo im Trockenen. Aber dennoch irgendwann wollten Lanuk und Ulayo auch die Toilette aufsuchen und so zogen wir unsere Regenklamotten an und die ganze Familie ging an den Strand.
Nach dem Strandspaziergang und einem guten Frühstück machten wir uns wieder daran die Insel zu erkunden. Zuerst fuhren wir Westwärts bis nach Port de Centuri an den Strand.
Von da aus zieht es uns nun konstant in Richtung Süden.
Zuerst fuhren wir nach Pino, wo wir den Hafen und den Genuesenturm besichtigten.
Die Genuesertürme wurden im 16ten Jahrhundert von Georg dem Herscher von Genua erbaut um Korsika von Überfällen zu schützen. Die genaue Anzahl erbauter Türme ist umstritten aber heute sind noch derer 68 über ganz Korsika verteilt.
Auf unserer weiteren Reise mussten wir einer Engen Strasse folgen die in den Fels gehauen schien. Die Aussicht und das Farbenspiel waren wunderschön...
...bis plötzlich in Canari ein Industriegebäude aus den 1920er Jahren auftauchte. Diese Traurige Ruine ist bekannt als die Hölle von Canari. Sie brachte dem Ort Canari grossen Reichtum ein aber in den 50er bis in die auch eine Welle von Todesfällen infolge Lungenkrebs.
Diese Menschen starben nicht an irgendeiner Form des Lungenkrebs sondern an Asbestose.
Die Mine welche der deutschen Firma Eternit gehörte, war mit dem Abbau von Asbest beschäftigt.
Noch heute gilt die Fabrik als Sperrgebiet und der französische Staat investiert Milliarden um das Gebiet zu säubern.
Wenn man der Strasse für ca 6km weiter südlich folgt, so erblickt man plötzlich schwarze Kieselstrände.
Das ist vorallem Auffällig, weil sonst die Strände in brauner Farbe erscheint.
Diese Schwarze Farbe kommt von dem Gestein, welches das Asbest eingeschlossen hat und als Abfallmaterial von der Mine ins Meer geworfen wurde.
Er gilt heute als unbedenklich, solange man nicht anfängt die Steine zu spalten und Staub zu erzeugen.
Unsere heutige Reise endete in Farinole am Camping a Stella, wieder direkt am Meer.