Unsere heutige Reise führte uns in Richtung Norden.

Interessanterweise sind in Nevada und Utah, kaum Eisenbahnen zu sehen, dafür aber LKWs mit 3 Anhängern. Diese werden bei Seitenwind zu schwankenden Ungeheuern und erinnern etwas an Riesenschlangen.
Was noch interessant ist, in den USA gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung für Lastwagen. Es kommt also auch mal vor das man von einem LKW mit 85mph (135kmh) überholt wird.

Die Highways auf unserem Weg in den Norden Utahs sind manchmal, sehr einsam. Manchmal gibt es nur Überwachungskameras und Schilder, die einem erinnern, dass hier keine Patrouille entlangfährt. Kurz da draussen bist du alleine.

Auf einem Pass auf dem Highway 199 ins Skull Valley (Totenkopf Tal) machten wir einen Halt und fuhren danach runter ins Tal. Da war dann wirklich nichts mehr ausser ab und an ein Schild das uns erinnerte, dass die eine Seite der Strasse militärisches Sperrgebiet ist.
Am Ende vom Skull Valley, einer Wüste, kamen wir in den Great Salt Lake Desert.
Der Great Salt Lake ist ein Überbleibsel eines Prähistorischen Salzsees. Er ist heute an der tiefsten Stelle gerade mal 32 feet tief und weist an einigen Orten Salzabteile von bis zu 22% Salz auf. Er ist das grösste Vorkommen von Kochsalz auf der Erde und wird auch fleissig abgebaut.

Einige werden es bemerkt haben, am Ufer des Great Salt Lakes befindet sich die Stadt Salt Lake City, welche 2002 Austragungsort der olympischen Winterspiele war. Die Salzwüste und die Temperaturen um die 40°C lassen einem gar nicht an Wintersport denken. Wäre uns nicht dieser Schneetöff begegnet, hätten wir es wahrscheinlich nicht geglaubt.
Eigentlich haben wir geplant in Salt Lake City zu übernachten und haben auch bereits einen Campingplatz reserviert. Als wir allerdings auf den Campingplatz fuhren (ein KOA was eigentlich zu den besseren zählt), waren wir schon irritiert ab den vielen Obdachlosen die auf den Strassen rumstanden. Als dann unmittelbar auf der Kreuzung (vor unseren Augen) zwei Polizeiautos kurzerhand einen Mann im Wild West Stil verhafteten, war uns das ganze schon ziemlich Suspekt.
Nun es ist ja eine Stadt,aber zur weiteren Irritation führte, dass der Campingplatz mehr Parkplatz als Campingplatz war ohne jeglicher Sicherheitszaun.
Die unfreundliche Dame am Empfang wollte uns dann noch einen Platz gerade an der Strasse geben, wo die Penner nur so auf und ab spazierten. Dies bei einem Preis von 80$ pro Nacht 🤬
Wir haben uns kurzerhand entschlossen weiterzufahren.