Der heutige Tag könnte kaum skurriler gewesen sein. Nach einer Nacht mit Orkanböen zog am Morgen der Regen auf und wir entschieden uns das Saas-Tal schnell wieder zu verlassen.

Wir fuhren an Visp vorbei in Richtung Leuk zur Stephanskirche. Hier gibt es in der Gruft einen Raum den wir schon letztes Jahr besuchen wollten aber damals geschlossen war. Das "Beihüis" umfasst eine 20 meter lange Wand mit aufgestapelten Gebeinen von ca 15'000 bis 20'000 Verstorbenen. Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet mit Gebeinen aus Gräbern die geleert wurden. Im 19. Jahrhundert wurde die Gebeinwand hinter Gipsmauern versiegelt und erst 1982 wieder entdeckt bei Aufräumarbeiten. Die Wandgemälde zeigen auf wie das Bild des Todes im 16. Jahrhundert vermittelt wurde. Mit den Gebeinen waren auch etliche Relikte begraben die in der Kirche zu sehen sind.
Ein kleines Missgeschick aller Kirchenbesucher muss hier auch noch erzählt werden. Die Kirche hat aus gegebenem Anlass das Weihwasser nicht in den Schalen beim Eingang sondern modern in automatischen Seifenspender. Der gut dressierte Besucher nimmt aber an, dass es sich um Desinfektionsmittel handelt, reibt sich die Hände, singt zweimal "Happy Birthday" und liest dann auf dem Spender: Weihwasser, und ist dann so überfordert, dass er sich nun mit der kleinen Restmenge bekreuzigt und dabei alle Schmutzpartikel der Hände im Gesicht verteilt. 😂😂😂

Nach diesem morbiden Zwischenhalt fuhren wir weiter nach Saillon. Hier unternahmen wir eine Wanderung zur nahegelegenen Hängebrücke.
Bei dieser Wanderung durften wir 560 Meter hoch und wieder runter auf 8km verteilt und haben dabei herausgefunden, dass die Milch, nicht wie erwartet aus der Migros kommt, sondern im Boden wächst.🤣
