Unsere heutige Reise führte von Berolle ins Val de Joux. Ein herrlicher See ist inmitten diese Tals zu finden und wir starteten diesen heissen Tag mit einem kleinen Spaziergang dem Ufer entlang.
Weiter ging unsere Reise nach Orbe wo wir den Kanal Entreroche besuchten. Der Kanal wurde ursprünglich gebaut um die Rhone mit dem Rhein zu verbinden. Der Kanal welcher 1637 erbaut wurde, hatte das Ziel mit einem Transhelvetischen Kanal eine unabhängigkeit von den Holländern, welche damals als einzige die Nordsee - Mittelmeer - Route befahren durften, zu erreichen. Da zwischen dem Neuenburgersee und dem Genfersee 59 Meter überwunden werden mussten, hätte dies rund 40 Schleusen benötigt. Aufgrund von fehlender Liquidität konnte das Projekt nie fertiggestellt werden und der Transport wurde immer im letzten Abschnitt auf der Strasse gemacht. Der Betreiber der Route ging Konkurs und 1829 wurde nach einem Brückeneinsturz der Betrieb des Kanals komplett eingestellt.
Was heute noch Sichtbar ist, ist keineswegs Sehenswert. Der Glanz der Helvetischen Republik ist erlosch und heute ist der Kanal ein Biotop wo sich maximal noch ein paar Froschkenner erfreuen können.
Nach dieser Enttäuschung fuhren wir weiter ins Val des Travers in die Ortschaft Travers. Dort besuchten wir die Asphaltmine. Von dort wurde bis 1986 Asphalt gefördert und in die ganze Welt geliefert wie Rom, New York, Paris usw. Die Führung durch die Miene war sehr lehrreich und man bekam Respekt von der Arbeit welche diese Mineure leisten mussten. Als kleiner Einblick für den Leser: Ein Mineur musst um ca. 4:30 aufstehen und seine Kühe versorgen. Um 6:00 ging es dann in die Miene welche erst um 17:00 wieder verlassen werden durfte, dann nach Hause und weiter auf dem heimischen Hof arbeiten. Für diese Strapazen gab es einen Lohn von 3-5 Franken pro Tag.